Glashäger wird klimaneutral

Seit dem 1. Oktober 2020 produziert der Glashäger Brunnen klimaneutral. Das heißt: Durch optimierte Prozesse und durch den Ausgleich von unvermeidbaren Emissionen bleibt unsere Auswirkung auf das globale Klima insgesamt neutral. Unser Weg ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir darüber hinaus die gesamten vor- und nachgelagerten Aktivitäten des Glashäger Brunnens klimaneutral gestalten.

1. VERMEIDUNG

100 % Ökostrom = 100 % regenerative Energie

Wir arbeiten konsequent daran, unseren standortspezifischen CO2-Fußabdruck zu verringern. Wo immer es möglich ist, wollen wir den Ausstoß von CO2 komplett vermeiden. Daher setzen wir seit 2015 auf 100 % Ökostrom aus deutscher Wasserkraft.

2. VERRINGERUNG

Reduktion vor Kompensation

Wir arbeiten weiter an der Reduktion von CO2, zum Beispiel durch Investitionen in die technische Ausstattung und effizientere Organisationsprozesse. Zu den bisher effektivsten Maßnahmen gehörten:

  • die Anschaffung von Elektrogabelstaplern für den Standort in Bad Doberan
  • der konsequent hohe Mehrweganteil an der Gesamtproduktion
  • die Erhöhung der Recyclingquote auf 94 %

3. KOMPENSATION

Bäume pflanzen und Wald schützen

Für unvermeidbare Emissionen übernehmen wir die Verantwortung und gleichen diese zu 100 % durch zertifizierte Klimaschutzprojekte von ClimatePartner aus. Unser Klimaschutzprojekt unterstützt den Waldschutz in Peru. Zusätzlich hat es einen weiteren positiven Entwicklungseffekt, indem dort Arbeitsplätze geschaffen und Bildungsangebote vor Ort  ermöglicht werden.

So wurde der Glashäger Brunnen klimaneutral

FAQ

Klimaneutral sind Unternehmen, Prozesse und Produkte, deren CO2-Emissionen berechnet und durch Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden. Der Ausgleich von CO2-Emissionen ist neben Vermeidung und Reduktion ein wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz.
Treibhausgase wie CO2 verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre, die Treibhausgaskonzentration ist somit überall auf der Erde in etwa gleich. Deshalb ist es für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt unerheblich, an welchem Ort auf der Erde Emissionen verursacht oder vermieden werden. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können deshalb durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort ausgeglichen werden.

Für unser Unternehmen hat der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Einsatz für eine intakte Umwelt einen hohen Stellenwert. Schließlich ist unser wichtigstes Gut ein reines Produkt der Natur. Nachhaltigkeit ist deshalb ein immanenter Teil unseres Selbstverständnisses. Deshalb  machen wir uns stark für eine gesunde Natur und ihre kostbaren Ressourcen, auch für die kommenden Generationen. Ein klimaneutraler Standort (Fußabdruck) ist eine gewichtige Säule dieses Strebens.

Für die Erstellung einer CO2-Bilanz gibt es verschiedene Modelle, je nachdem, ob man einen Standort oder das gesamte Unternehmen inklusive des kompletten Lebenszyklus seiner Produkte berechnet. Dabei werden 3 Bereiche (Scopes) betrachtet:


Die Berechnung der Emissionen eines Standorts bezieht alle Emissionsquellen (Treibstoffe, Heizöl, Gas…) ein, die direkt vor Ort im Unternehmen verbraucht werden (= Scope 1) sowie alle Emissionen aus der Erzeugung zugekaufter Energie (= Scope 2). Zu diesen Punkten kommen Aspekte aus Scope 3, wie das Abfallaufkommen oder die Emissionen, die durch Dienstfahrten der Mitarbeiter entstehen. Hier sind die Hassia Mineralquellen durch Vermeiden, Verringern und Kompensieren von Emissionen seit Juni 2020 klimaneutral.


Geht es um das gesamte Unternehmen inklusiver aller Produkte erweitert sich der Berechnungsumfang auf alle Emissionsquellen, die vom Unternehmen selbst nicht beeinflusst bzw. kontrolliert werden können, wie Flüge, Hotelübernachtungen, Abfall, Wasser etc. (= Scope 3). Dies gemeinsam mit den betreffenden Partnern umzusetzen, ist für den Glashäger Brunnen der nächste Schritt.

Die Berechnungen werden von ClimatePartner unabhängig durchgeführt. Die Klimaschutzexperten arbeiten bei der Erstellung des Corporate Carbon Footprint (CCF) nach internationalen Standards wie dem Greenhouse Gas Protocol.


Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.climatepartner.com.

Klimaschutzprojekte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung, indem sie nachweislich Treibhausgase einsparen. Das kann etwa durch Waldschutz, Aufforstung oder den Ausbau erneuerbarer Energien erfolgen. Zusätzlich fördern Klimaschutzprojekte eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, zum Beispiel indem sie die Versorgung mit sauberem Trinkwasser verbessern oder indem lokale Infrastrukturen ausgebaut werden, Arbeitsplätze entstehen oder die Biodiversität erhalten bleibt.


Ein weltweit anerkannter Maßstab, um solche positiven Effekte zu messen, sind die 17 Ziele der UN für Nachhaltige Entwicklung (SDGs, Sustainable Development Goals). Sie reichen von Armuts- und Hungerbekämpfung, Bildung oder Arbeitsplätzen bis hin zur Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie. Jedes Klimaschutzprojekt von ClimatePartner trägt zu mehreren dieser Ziele bei, wir weisen sie jeweils einzeln in der Projektbeschreibung aus. Manchmal ist der zusätzliche Effekt sogar so groß, dass es sich im Kern eigentlich um Entwicklungsprojekte mit Klimaschutzwirkung handelt – und nicht umgekehrt.

Es ist nicht möglich, vollständig ohne Emissionen zu produzieren. Man kann dafür aber aktiv Verantwortung übernehmen, indem man Klimaschutzprojekte unterstützt, die diese unvermeidbaren Emissionen ausgleichen. Da sich Treibhausgase gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen und ihre Konzentration damit global ähnlich ist, spielt es keine Rolle, wo auf der Welt ein Kompensationsprojekt angesiedelt ist. Bei der Auswahl sinnvoller, passender Projekte, wie beispielsweise zertifizierte Waldschutz- und Aufforstungsprogramme, berät uns ClimatePartner.

Insgesamt gibt es verschiedene Gründe, warum Projekte in Entwicklungsländern besonders sinnvoll sind:

  • Da sich Treibhausgasemissionen gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen und beispielsweise CO2 eine Verweilzeit von über 120 Jahren hat, ist es für das Klima irrelevant, an welchem Ort Emissionen verursacht oder eingespart werden.
  • Die CO2-Vermeidungskosten sind in Entwicklungsländern vergleichsweise niedrig. Das heißt, die CO2-Einsparung erfolgt wirtschaftlich effizienter als in Industrieländern.
  • Zusätzlich zur Einsparung von CO2-Emissionen bringen Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern weitere positive Entwicklungsbeiträge mit sich, zum Beispiel bessere gesundheitliche Bedingungen, neue Arbeitsplätze oder Bildungsangebote für die Bevölkerung in den Projektregionen.

 

 

Glashäger - Seit 1908 die Quelle unserer Kraft

Als beliebtestes Mineralwasser Mecklenburg-Vorpommerns ist Glashäger heute in aller Munde. Jung und Alt schätzen den ausgewogenen Geschmack und die harmonische Mineralisierung der Glashäger Quelle bei Bad Doberan. Einer Mineralwasserquelle mit lebendiger Tradition, mit Höhen und Tiefen.

Die Geschichte von Glashäger beginnt im Jahr 1908. Wegen der ausgezeichneten Qualität des Mineralwassers im Glashäger Quellental gründete Hans von Blücher die Gesellschaft Mineralquelle Glashagen GmbH. Über Röhren wurde das Mineralwasser nach Bad Doberan geleitet, wo es bis heute abgefüllt wird. 1910 erhob das kaiserliche Patentamt Glashäger zum Markenzeichen. Damit war der Grundstein für die Entwicklung zum Markenartikel gelegt.

Nach zähen Anfangsjahren kamen immer mehr Kunden im In- und Ausland auf den Geschmack. Sogar Fürsten ließen sich natürliches Glashäger Mineralwasser schmecken. Doch der erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise setzen dem Aufschwung ein jähes Ende. Glashäger stand fast vor dem Aus.

Die Rettung kam 1939 mit dem Übergang der GmbH in eine Kommanditgesellschaft (KG) und dem Einstieg der Gerolsteiner Sprudel KG bei Glashäger. Glashäger erfreute sich wachsender Beliebtheit. Der gute Ruf der Marke überdauerte sogar den zweiten Weltkrieg.

Mit der Spaltung Deutschlands begann eine neue Epoche der Firmengeschichte. 1950 verstaatlichte die DDR-Regierung Glashäger und führte das Unternehmen seit Mitte der 50er Jahre als »VEB Brauerei Rostock, Abteilung Glashäger Mineralquellen« weiter. Später ging Glashäger im VEB Getränkekombinat Hanseat auf. Das letzte Kapitel der DDR-Geschichte wurde mit der Angliederung an den VEB Greifenquell Rostock 1987 aufgeschlagen.

Nach der politischen Wende stieg Gerolsteiner erneut bei Glashäger ein. Unter dem Werbe-Slogan »Tradition und Qualität« stieg Glashäger zur Nummer 1 in Mecklenburg-Vorpommern auf. Von 2003 bis 2005 übernahm die Brau und Brunnen AG den Betrieb und steuerte die Geschicke von Berlin aus.

Seit 2005 ist Glashäger ein Mitglied der familiengeführten Hassia-Gruppe. Regionale Strukturen und umfangreiche Investitionen stärkten die Position als Marktführer und machen Glashäger fit für die Zukunft. An die Anfänge vor über 100 Jahren erinnern der Glashäger Quelltempel am Ort der Ursprungsquelle in Glashagen und seine symbolische Abbildung im Logo auf allen Glashäger-Flaschen.